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Trauben-Rekord in Großvargula: Von der Sonne verwöhnt

Bericht der Thüringer Allgemeine vom 2. Oktober 2022 von Michael Fiegle

 

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Weinlese in Großvargula: Auch Winzer Stefan Hartung packte mit an.Foto: Michael Fiegle

 

Zwei Tage lang wurde am Großvargulaer Hopfenberg Wein geerntet. Die Experten sind sich mit ihrem Urteil zur zu erwartenden Qualität einig.

 Die Weinlese auf dem Hopfenberg musste in diesem Jahr auf zwei Tage verteilt werden. Der Hauptteil erfolgte bei sonnigem Wetter bereits am vergangenen Freitag. „Es war Regen für Samstag angesagt, und wir wollten in jedem Fall verhindern, dass er den Wein verwässert“, erklärte Stefan Hartung. „Außerdem hingen sechs Tonnen Trauben an den Reben.“ Das sei eine Menge, die kaum an einem Tag zu lesen sei. Somit habe man von dem nur 0,75 Hektar großen Weinberg in diesem Jahr eine Rekordernte eingefahren.

 2021 seien es nur 100 Kilogramm gewesen. Hartung ist Gartenplaner und gelernter Winzer und betreut den Großvargulaer Weinberg jetzt seit einem Jahr.
 
 
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In diesem Jahr halfen bei der Weinlese in Großvargula auch Ukrainerinnen, die in der Region um Bad Langensalza Zuflucht gefunden haben. 
Foto: Michael Fiegle
 
Angelegt wurde der Weinberg im Jahre 2004 von der – inzwischen liquidierten – Beschäftigungsgesellschaft Promo. Nach der Auflösung ging der Weinberg an die Stiftung Landleben über, die den Wein in Zusammenarbeit mit der Landfactur GmbH Kirchheilingen, der Wein-Manufaktur Erfurt und der Agrargenossenschaft Unstruttal unter der Marke „Mons Lupi“ vertreibt.

Menschen aus der Region helfen bei der Ernte

Zur Weinlese trommelt der Bürger- und Heimatverein die Bürgerinnen und Bürger des an der Unstrut gelegenen Ortes zusammen. In diesem Jahr halfen zum einen auch etwa zehn Ukrainerinnen, die in der Region um Bad Langensalza Zuflucht gefunden haben.

Sportlich nahm es auch eine Gruppe des SC Creaton Großengottern unter Leitung von Dieter Facklam, die die vollen Eimer bergab trug und in die Sammelwannen ausleerte. Als Lohn für die ehrenamtlich geleistete Arbeit im Weinberg durfte jeder einen Eimer der süßen Trauben mit nach Hause nehmen. Beim Frühstück unter dem Vordach des Weinberghäuschens am Hopfenberg wurde im Anschluss erzählt, was man aus der „Beute“ dieser Saison machen wolle. Einige Helfer machen nun ihren eigenen Traubensaft daraus oder lassen die Kinder davon naschen. Andere tauschten Rezepte für das beste Weinbeeren-Gelée aus.

Keltern übernimmt Weingut in Bad Sulza

Die Jahresernte wurde noch am Samstag zum Keltern ins Thüringer Weingut Bad Sulza transportiert. Die große Trauben-Menge ermöglicht in diesem Jahr den Ausbau eines Rotweins und eines Rosé der Rebsorte Regent.

Winzer Hartung vergab dem diesjährigen Jahrgang bereits Vorschusslorbeeren: „Die Trauben haben wahnsinnig viel Sonne bekommen und waren so gesund, dass nicht eine faule Traube darunter war.“ Mit den gemessenen 85 bis 100 Grad Oechsle habe die Ernte auch mehr Restsüße als sonst, so dass man sich auf einen guten Wein freuen könne. Der sei jedoch erst nach Ostern kommenden Jahres soweit, dass man in Flaschen abfüllen könne.

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