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Berichte aus den Dörfern (Sundhausen, 3. Juli 2019)

Kaufmann jetzt Vize-Bürgermeister in Sundhausen

(Bericht der Thüringer Allgemeinen vom 3. Juli 2019 von Sabine Spitzer)

 

Auch der neue Sundhäuser Gemeinderat muss mit dem knappen Geld jonglieren

Foto: Sabine Spitzer

 

Christopher Kaufmann (Freie Wähler) ist Beigeordneter des Bürgermeisters in Sundhausen. Er wurde bei einer Enthaltung mit sechs Stimmen gewählt. Der 33-Jährige, der Leiter des Projekts „Landengel“ in Kirchheilingen ist, war auch als einziger für den Posten des Vize-Bürgermeisters vorgeschlagen worden. Die Wahl erfolgte geheim.

Christopher Kaufmann ist einer von fünf Neuen im Sundhäuser Gemeinderat, der sich damit nach der Wahl im Mai deutlich verändert hat. Lediglich Sascha Kaiser war bereits in der vorangegangenen Legislaturperiode in dem Gremium. Die Vereidigung des neuen Gemeinderats erfolgte in der konstituierenden Sitzung am Montagabend.

Sascha Kaiser, der zuletzt Sundhausen in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bad Tennstedt vertrat, wurde für diesen Posten wiedergewählt. Sein Stellvertreter ist Ralf Hebig. Bürgermeister Christoph Kindervater (parteilos) und sein Vize Christopher Kaufmann sind durch ihre Ämter Mitglieder in der Gemeinschaftsversammlung.

Gemeinde will von Förderung profitieren

Mitte August ist die nächste Gemeinderatssitzung geplant. Denn Sundhausen hofft, endlich von der Dorferneuerung profitieren zu können. Sundhausen ist einer der sieben Selterrain-Orte, die sind seit 2017 als Region in dem Förderprogramm aufgenommen wurden. Bisher fehlten jedoch die Eigenmittel, um Projekte anzuschieben und umzusetzen.

Bürgermeister Kindervater will nun nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen und deshalb andere Vorhaben zurückstellen. Um aber überhaupt kalkulieren zu können, muss die Gemeinde zunächst einen Haushalt für das aktuelle Jahr aufstellen.

Ab diesen Monat überweist die Gemeinde laut Bürgermeister wieder die Kreisumlage. Kindervater hatte die Zahlung für zwei Monate in Höhe von insgesamt 17.000 Euro einbehalten, um die Mehrkosten bei der Sanierung einer Kellerwand im Kindergarten zu begleichen (wir berichteten mehrfach). Denn die Arbeiten sind wegen früherer Bausünden rund 15.000 Euro teurer geworden.

Kindervater sieht sich mit der Kappung der Kreisumlage im Recht, weil er sich auf das Urteil des Oberverwaltungsgerichts von 2016 beruft, wonach der Kreis die Gemeinden mit der Umlage nicht erdrosseln dürfe. Konkret geht es bei dem Urteil um Bleicherode, die Stadt hatte gegen den Kreis Nordhausen klagte. Rechtens ist Kindervaters Zahlungsstopp daher nicht.

Kindervater kritisiert immer wieder, dass das Geld kaum reicht, um notwendige Ausgaben zu stemmen. Die Gemeinde muss daher einen harten Sparkurs fahren. Aus Kostengründen hatte sich der Gemeinderat daher auch entschieden, lediglich eine Kellerwand im Kindergarten zu sanieren. Eingeplant dafür waren 65.000 Euro, diese Summe bekommt die Gemeinde an Fördermitteln.