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Zehn Orte aus Unstrut-Hainich-Kreis schaffen Sprung in die Dorferneuerung

(Bericht der Thpüringer Allgemeinen vom 27. Oktober 2017 von Friedemann Mertin)

Die Regionen „Südost“ und „Seltenrain“ können von 2018 bis 2022 auf staatliche Fördergelder für Projekte hoffen

Ins Bürgerhaus Nägelstedt lud das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am Donnerstag. Insgesamt 24 Regionen, bestehend aus weit mehr Gemeinden, wurden als Förderschwerpunkte anerkannt. Foto: Daniel Volkmann

Ins Bürgerhaus Nägelstedt lud das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft am Donnerstag. Insgesamt 24 Regionen, bestehend aus weit mehr Gemeinden, wurden als Förderschwerpunkte anerkannt. Foto: Daniel Volkmann

Nägelstedt. Der Unstrut-Hainich-Kreis ist bei der Auswahl der Schwerpunkte für das Programm der Dorferneuerung gut weggekommen. Zehn Orte aus den insgesamt 24 geförderten Regionen liegen um Bad Langensalza und Bad Tennstedt.

Aschara, Eckardtsleben und Illeben haben sich als Dorfregion „Südost“ ebenso erfolgreich durchsetzen können wie Blankenburg, Bruchstedt, Kirch- heilingen, Klettstedt, Sundhausen, Tottleben und Urleben, die als Dorfregion „Seltenrain“ angetreten sind.

Am Donnerstag überreichte Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller (Linke), die Anerkennungsurkunden im Bürgerhaus Nägelstedt. Die genannten Orte und Regionen sind nun Förderschwerpunkte. Für die Dauer des Programms von 2018 bis 2022 haben sie gute Chancen, für konkrete Projekte Förderungen von bis zu 65 Prozent zu bekommen.

Welche Projekte das sind, haben die Planer, die Bürger in den Dorfentwicklungsbeiräten und die Stadt- und Gemeindeverwaltungen in Gemeindlichen Entwicklungskonzepten (GEK) festgelegt. Allein für Aschara, Illeben und Eckardtsleben sind das 65 mögliche Dinge. Besonderes Augenmerk wird auf die drei Bürgerhäuser gelegt. Die sinnvolle Sanierung der Areale und künftige Nutzung wurde im GEK skizziert. So könnte an das Bürgerhaus in Aschara ein Anbau für die Feuerwehr gesetzt werden. Die Bürgerhäuser in Illeben und Eckardtsleben sollen barrierefrei gestaltet werden, etwa mit Aufzügen. Auch die Sanierung von Straßen, Wegen und Plätzen ist vorgesehen.

Für die Region „Seltenrain“ wurden 40 Projekte zusammengetragen. Ein Baulotse soll dem Leerstand entgegenwirken, Auch ein Dorfkümmerer ist vorgesehen. Er steht auf der Liste ebenso ganz oben. Er könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass in den Orten Multifunktionsräume zur Verfügung stehen, nicht nur als Treffpunkt. Dort könnten Börsen nach dem Motto „Jung hilft Alt“ eingerichtet werden. Gedacht ist auch an Sprechstunden einer mobilen Gemeindeschwester, wie sie etwa die AOK anbietet, oder an Termine mit mobilen Friseuren. Der Kommunikation dienen sollen eine gemeinsame Internetseite und die Wiedereinführung des Dorffunks, auch auf dem Smartphone. Ein regionales Sonntagscafé soll Menschen wöchentlich in Einrichtungen wie dem Backhaus in Blankenburg oder dem Kleinbahnmuseum Kirchheilingen zusammenbringen, am besten per Rad, weshalb das Wegenetz ausgebaut werden soll. Auch ein gemeinsames Kinder- und Jugendparlament für die Orte wird angestrebt, ebenso ein regionales Schlachthaus und der Aufbau einer Waidmühle.


Gelingen braucht Einsatz der Bürger

„Es lohnt sich, sich für das Leben auf dem Dorf einzusetzen. Ich wünsche Ihnen beim Griff in die Haushaltskasse viel Glück“, sagte Ministerin Birgit Keller am Donnerstag. Denn die Anerkennung ist noch keine Garantie, dass auch Geld fließt. Jedes Projekt werde geprüft.

Auf eine weitere Herausforderung machte Nägelstedts Ortsteilbürgermeister Torsten Wronowski (CDU) aufmerksam. Nägelstedt hat die Dorferneuerung erfolgreich beendet und wurde daher als Treffpunkt der Gemeindevertreter ausgewählt. Dies sei nur möglich gewesen, weil die Bürger mitgezogen haben. „Mein Rat an Sie ist: Nehmen Sie Ihre Leute mit. Auch wenn das Geld fließt, wird es kein Selbstläufer“, sagte Wronowski und erinnerte sich an freiwillige Arbeitseinsätze zur Sanierung des Bürgerhauses.

Friedemann Mertin / 27.10.17
 

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